Wie Siemens Schweiz Servicetechniker:innen per WhatsApp erreicht
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#1 Bewerbungskanal
Wie Siemens Schweiz Servicetechniker:innen per WhatsApp erreicht
Servicetechniker:innen zu rekrutieren gilt als eine der schwierigsten Aufgaben im Recruiting. Sie sind selten am Schreibtisch, bewerben sich kaum über klassische Jobportale und springen bei komplizierten Formularen sofort ab. Siemens Schweiz hat dafür einen Weg gefunden.
Wir haben mit Melanie Will, Team Lead Talent Acquisition bei Siemens Schweiz, und Roman Freitag, Recruiting Marketing & Talent Attraction Partner, gesprochen. Melanie leitete 2023 das Projekt zur WhatsApp-Implementierung, Roman die Social-Media-Kampagne mit regionsspezifischen Inhalten.
Das Problem: Ein Desktop-Prozess für Menschen, die nie am Schreibtisch sitzen
Servicetechniker:innen gehören zu den sogenannten Deskless Workers: ständig unterwegs, immer auf dem Handy, mit wenig Zeit und wenig Geduld für mehrstufige Bewerbungsformulare. Das bestehende Recruiting-System von Siemens war dafür nicht gemacht:
- Ein komplexes Bewerbermanagementsystem mit vielen Pflichtfeldern
- Desktop-lastige Prozesse, die auf dem Smartphone kaum bedienbar waren
- Standardisierte Formulare ohne Spielraum für mobile Bewerbungen
Das Resultat: Qualifizierte Kandidat:innen sprangen ab, bevor sie überhaupt die erste Frage beantwortet hatten. Nicht, weil sie kein Interesse hatten, sondern weil der Prozess sie aufhielt.
Die Lösung: WhatsApp als offizieller Recruiting-Kanal
Im Oktober 2023 führte Siemens Schweiz gemeinsam mit PastaHR eine WhatsApp-Bewerbungslösung ein, nicht als Test, sondern als vollwertiger, gleichwertiger Bewerbungskanal für ihre grösste Jobfamilie.
Was sich für Kandidat:innen verändert hat:
- Bewerbung per WhatsApp: kein Login, keine langen Formulare, kein Desktop nötig
- Kommunikation wie gewohnt: Fragen und Antworten laufen direkt im WhatsApp Chat, nicht per E-Mail hin und her
- Schnelle Rückmeldung: statt tagelangem Warten folgt eine direkte Reaktion
Und was das für das Recruiting-Team bedeutet:
- Automatische Vorqualifizierung: Must-have-Kriterien werden im Chat abgefragt, das Recruiting-Team sieht die am besten passenden Bewerbungen zuerst und hat alle relevanten Informationen im Überblick
- Kandidat:innen-Routing: Bewerbungen landen direkt beim zuständigen Recruiter, nicht im zentralen Postfach
- Dokumenten-Management im Chat: Unterlagen werden direkt im Gespräch eingesammelt und zugeordnet, kein Nachfassen per E-Mail, kein manuelles Ablegen
- Kampagnen-Tracking: welcher Kanal bringt wie viele Bewerbungen, welche davon sind qualifiziert, alles in einer Übersicht sichtbar
Die Kampagne: Dialekt statt Konzernsprache
Parallel zur technischen Umsetzung startete Roman Freitag eine Social-Media-Kampagne, um WhatsApp als neuen Bewerbungskanal bekannt zu machen auch bei Leuten, die gerade gar nicht auf Jobsuche waren.
Das Ziel: Servicetechniker:innen auf ihrem bevorzugten Kanal erreichen und WhatsApp als gleichwertigen Bewerbungsweg bekannt machen.
Der Projektname Dialekt & Digital war Programm: Statt einer einheitlichen Botschaft für die ganze Schweiz sprach die Kampagne Servicetechniker:innen in regionalen Dialekten mit lokal angepassten Inhalten an. Kein generisches Konzern-Werbedeutsch, sondern Inhalte, die sich anfühlten wie von jemandem aus der Region.
Konkret bedeutete das:
- Videos und Texte im lokalen Dialekt, je nach Region unterschiedlich
- Keine gestellten Bilder, sondern echte Einblicke in den Arbeitsalltag
- Anzeigen, die Menschen ansprechen, die nicht aktiv suchen, aber wechselbereit wären
- Kein Copy-paste derselben Botschaft in alle Regionen
PastaHR sorgte dafür, dass der Übergang von der Anzeige zur WhatsApp-Bewerbung reibungslos funktionierte, inklusive enger Abstimmung mit der externen Kreativagentur.
Die Ergebnisse: 20x mehr Bewerbungen
20x mehr Bewerbungen durch die kombinierte WhatsApp- und Social-Media-Kampagne – und das nicht auf Kosten der Qualität: Durch die automatische Vorqualifizierung im Chat sah das Recruiting-Team die passenden Kandidat:innen zuerst.
Dazu:
- Optimierung des Bewerbungseingangs an bestimmten Standorten
- Verbesserte Candidate Experience durch schnelle Kontaktaufnahme und direkten Austausch
- Siemens wird von Bewerber:innen zunehmend als moderner Arbeitgeber wahrgenommen
Was den Unterschied gemacht hat
- Integration von WhatsApp als offizieller, gleichwertiger Recruiting-Kanal: kein Pilotprojekt, sondern fester Bestandteil des Prozesses
- Konsequente Mobile-first-Strategie: von der Kampagne bis zur Bewerbung alles auf dem Smartphone
- Regionale Authentizität: Dialekt und lokal angepasste Inhalte statt einer Einheitsbotschaft
- Innovative Kombination aus Digital & Persönlich: Technologie, die den direkten Kontakt ermöglicht statt ersetzt
Was das Team an PastaHR schätzt
Die Flexibilität beim Aufbau verschiedener Bewerbungsfunnel für verschiedene Rollen. Die einfache Integration von WhatsApp. Die Benutzerfreundlichkeit auf beiden Seiten, für Kandidat:innen und Recruiter:innen. Die Messbarkeit aller Kampagnen-KPIs. Und ein Team, das bei technischen Fragen schnell reagiert.
Wer überlegt, PastaHR einzusetzen: Die Plattform erfüllt moderne Recruiting-Anforderungen, die WhatsApp-Integration ist unkompliziert aufzusetzen und der ROI zeigt sich durch effizientere Prozesse und eine verbesserte Kandidatenerfahrung.
Was als Nächstes kommt
Siemens plant, die WhatsApp-Bewerbung auf weitere Jobfamilien auszuweiten. Ausserdem sollen das regionale Targeting weiter verfeinert und mehr Schritte im Prozess automatisiert werden.
Und: Das Projekt Dialekt & Digital wurde beim Employer Branding Summit 2026 in Wien mit 🥇 Gold in der Kategorie Recruiting ausgezeichnet.
Dein Recruiting läuft noch über Formulare?
Gerade für Deskless-Rollen, Techniker:innen, Pflegepersonal, Logistik, Produktion ist der Unterschied zwischen einem Formular und einer WhatsApp-Bewerbung oft der Unterschied zwischen Bewerbung und Abbruch.
Wenn Siemens Schweiz zeigen kann, dass der richtige Kanal den Unterschied macht, was wäre bei euch möglich?











