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Wie ALDI SUISSE die Bewerbungsqualität erhöht und gleichzeitig den Screeningaufwand bei Blue Collar Rollen um über 60% reduziert hat

ALDI SUISSE bearbeitet Bewerbungen für Blue-Collar-Rollen dreimal schneller, ohne die Qualität zu senken. Wie KI-gestützte Vorqualifizierung und automatisiertes Screening den manuellen Aufwand um über 60 % reduziert haben.
3x
schnellere Bearbeitung der Bewerbungen
50%
der Bewerbungen dynamisch und automatisiert vorqualifiziert
Mehr Fokus
auf Interviews und persönlichen Gesprächen
Unternehmensbeschreibung
ALDI SUISSE betreibt schweizweit über 243 Filialen und beschäftigt mehr als 3'800 Mitarbeitende. Als einer der grössten Detailhändler der Schweiz rekrutiert ALDI SUISSE laufend Verkaufspersonal und setzt dabei auf KI-gestützte Prozesse, um Qualität und Effizienz im Recruiting zu verbinden.

Wie ALDI SUISSE die Bewerbungsqualität erhöht und gleichzeitig den Screeningaufwand bei Blue Collar Rollen um über 60% reduziert hat

Ausgangslage

ALDI SUISSE betreibt schweizweit über 243 Filialen und beschäftigt mehr als 3'800 Mitarbeitende. ALDI SUISSE erhält eine sehr hohe Anzahl an Bewerbungen – insbesondere für Positionen im Verkauf.

Viele Kriterien laut Anforderungen mussten bislang manuell geprüft oder konnten erst im persönlichen Gespräch geklärt werden.

Die Folge: hoher administrativer Aufwand im Screening und verzögerte Identifikation wirklich passender Kandidaten. Die Time-to-Offer für qualifizierte Bewerbende dauerte länger und das Risko bestand, dass diese guten Profile im Recruiting-Prozess abgesprungen sind.

Struktur statt manueller Einzelprüfung

Für jede Verkaufsrolle definiert ALDI SUISSE klare Rahmenbedingungen, die für alle Bewerbenden identisch gelten. Dazu zählen unter anderem:

  • das ausgeschriebene Arbeitspensum
  • Bereitschaft zur Samstagsarbeit
  • realistische Erreichbarkeit des Arbeitsortes
  • Übereinstimmung mit dem vorgesehenen Lohnrahmen und Arbeitspensum

Diese Kriterien sind nicht interpretierbar, sondern direkt an die Anforderungen der Stelle geknüpft.

Dynamische Vorqualifizierung direkt in der Bewerbung

Die Standardisierung der Anforderungen war der entscheidende Hebel: Was klar definiert ist, kann auch automatisiert werden. Aus diesem Grund erfolgt die Prüfung der Rahmenbedingungen heute bereits im Bewerbungsprozess. 

Das gewünschte Pensum der Bewerbenden wird automatisch mit dem definierten Pensum verglichen. Weicht das Wunschpensum um mindestens 20 % vom ausgeschriebenen Pensum ab, wird die Person transparent informiert, dass die Rahmenbedingungen der Stelle nicht übereinstimmen, und direkt auf die Karriereseite verwiesen, um passende Alternativen zu prüfen.

Zusätzlich wird geprüft, wie Bewerbende zum Arbeitsort gelangen, wie lange der Arbeitsweg dauert und ob der stellen- und pensumspezifische Lohnrahmen für die jeweilige Person passt. Der Lohnabgleich erfolgt dynamisch auf Basis des ausgeschriebenen Pensums und der konkreten Rolle.

Alle Abfragen sind rollenbezogen definiert und für alle Bewerbenden identisch. Die KI sorgt dafür, dass sie vollständig, konsistent und nachvollziehbar gestellt werden.

Effizientes Screening mit JobFit

Für die qualifizierten Bewerbungen setzt ALDI SUISSE zusätzlich auf KI-unterstütztes Screening von PastaHR, den JobFit. Basierend auf der jeweiligen Jobbeschreibung erstellt die KI automatisch ein spezifisches Anforderungsprofil mit relevanten Faktoren zur Bewertung.

Jeder Faktor wird anhand aller Bewerbungsinformationen einzeln analysiert und als Match, No Match oder Unbekannt klassifiziert. Die Beweggründe und Quellen jeder KI-Evaluierung werden gespeichert, sodass alle Ergebnisse nachvollziehbar sind. 

Die einzelnen Auswahlfaktoren können vom Recruiter in Absprache mit der jeweiligen Führungskraft flexibel angepasst werden. Je nach Standorttyp, also städtische oder ländliche Filiale sowie je nach kantonalen Gegebenheiten unterscheiden sich die Anforderungen an das Verkaufspersonal teils deutlich.

Durch die gezielte Ergänzung oder Gewichtung zusätzlicher Faktoren in der Vorselektion und im Screeningprozess lässt sich die Passgenauigkeit der Kandidatinnen und Kandidaten erhöhen und der Rekrutierungsprozess insgesamt effizienter gestalten.

JobFit ist vollständig in SuccessFactors integriert. Recruiter erkennen auf einen Blick, welche Kandidaten besonders gut passen und unterstützt damit die Priorisierung für Interviews entsprechend. Die finale Entscheidung liegt jederzeit beim Recruiting-Team und dem Vorgesetzten.

Compliance und KI-Governance

Der KI-Einsatz erfolgt unter klaren Governance-Richtlinien: Es werden keine Kundendaten zum Training verwendet und keine automatischen Einstellungsentscheidungen getroffen – die finale Entscheidung liegt stets beim Recruiting-Team. Alle KI-Ergebnisse sind transparent, erklärbar und nachvollziehbar.

Die Datenverarbeitung erfolgt ausschliesslich in der EU, dem EWR oder der Schweiz und ist vollständig konform mit revDSG, DSGVO und dem EU AI Act. PastaHR ist nach ISO 27001 zertifiziert und setzt ausschliesslich führende, sichere KI-Modelle ein.

Zusammenfassend:

Ausgangslage

  • ALDI SUISSE erhält eine sehr hohe Anzahl an Bewerbungen.
  • Viele Kriterien wie Flexibilität, Einsatzbereitschaft oder Mobilität wurden bisher manuell in einem CV-screening geprüft oder in den nachfolgenden persönlichen Gesprächen thematisiert 
  • Das führte zu hohem administrativem Aufwand im Screening und verzögerte die Identifikation wirklich passender Kandidaten.
  • ALDI SUISSE wollte den Prozess effizienter strukturieren, klare Rahmenbedingungen früher klären und Recruiting-Ressourcen gezielter einsetzen.

Lösung

  • Kombination aus KI-gestützter Vorqualifizierung während der Bewerbung und KI-unterstütztem Screening, integriert ins bestehende ATS (SuccessFactors).
  • Bereits in der Bewerbung werden stellen- und standortspezifische Rahmenbedingungen automatisch geprüft
  • Bereits im Rahmen des Bewerbungsprozesses werden den Kandidatinnen und Kandidaten gezielte Fragen zu Flexibilität und Mobilität gestellt. Ziel dieses Vorgehens ist es, die Passung zwischen den Anforderungen der Position und den individuellen Erwartungen frühzeitig zu überprüfen und die Vorselektion seitens Recruiter effizient und passgenau im Auswahlprozess zu unterstützen.
  • KI unterstützt die Recruiter:innen aktiv beim Screening der vorqualifizierten Bewerbungen direkt im ATS (SuccessFactors). Die KI-Evaluierung ist mit klaren Quellen und Begründungen nachvollziehbar und EU AI Act-konform.
"PastaHR macht unser Recruiting deutlich effizienter. Unser Recruiting-Team kann qualifizierte Bewerbungen heute dank der KI-gestützten Lebenslaufzusammenfassung und der präzisen Job-Fit-Einschätzung deutlich schneller und strukturierter screenen als zuvor."
Jan Beck
Jan Beck Director HR (CHRO)

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